Hochwasserschutz im Heidekreis verbessern

Bild: Krafft

Ein lang anberaumtes Treffen mit dem Geschäftsführer Thomas Lucas vom Dachverband Aller-Böhme, zu dem auch die Deichverbände Eilte, Hodenhagen und Kirchwahlingen-Rethem gehören, habe durch die tragischen und unfassbaren Überschwemmungen insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine nicht vorhersehbare Aktualität erhalten, so der Landratskandidat für den Heidekreis Jens Grote. Er habe sich ausführlich darüber informieren lassen, wie es um den Hochwasserschutz im Heidekreis bestellt ist und welche Maßnahmen zur Deichsicherheit derzeit veranlasst würden.

Auch Ministerpräsident Stephan Weil hatte jüngst schnellere Planungsverfahren zum Hochwasserschutz in Niedersachsen gefordert. Seitens der zuständigen Planungsbehörden zögen sich viele Maßnahmen hin, die unter Hochwasserschutz-Gesichtspunkten notwendig wären.

Auch im Heidekreis sind sich die Deichverbände aufgrund zahlreicher Unwetter in den vergangenen Jahren des Risikos bewusst. Bisher mangelte es nach eigenen Angaben aber an der notwendigen Unterstützung auf Landkreisebene. Landratskandidat Jens Grote hob die Notwendigkeit hervor, dass die nun seit Jahren notwendigen Modernisierungen mit Nachdruck von ihm an den entsprechenden Stellen vermittelt würden. „Die derzeitige Situation gibt noch einmal mehr Anlass, die Systeme zu überprüfen und wo immer notwendig auszubauen. Als neuer Landrat sehe ich es als meine Pflicht, mich persönlich an den entscheidenden Stellen für die Bevölkerung stark zu machen und den Katastrophenschutz nach Kräften zu unterstützen. Die erforderliche Verstärkung und Erhöhung der Deiche im Heidekreis liegt seit Jahren brach, hier werde ich mich umgehend nach der Wahl zum Landrat verstärkt einbringen. Hierzu würde ich mir beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ein eigenes Bild von den Bemühungen des Landesbetriebes zum Deichschutz im Heidekreis machen und auf die notwendige zeitnahe Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen drängen. Dabei müsste in den Blick genommen werden, welche Deichstücke zuerst verstärkt und erhöht werden müssten, um die betroffenen Menschen bestmöglich zu schützen. Die Deichverbände haben hier bereits hervorragende Vorarbeit geleistet, nun muss es mit Nachdruck vorangetrieben werden“, macht Grote deutlich.

Hochwasser sei ebenfalls ein Übungsszenario im Bereich des Katastrophenschutzes, an dem auch der Dachverband und die Deichverbände beteiligt werden müssten. Dies sei wohl bislang nicht der Fall gewesen, so Jens Grote und müsse nach seiner Einschätzung dringend nachgeholt werden.