SPD-Heidekreis startet Heidekreis-Dialog

Foto: Isabelle Lohrengel

Du willst dir den Dialog nochmal ansehen? Hier klicken und die spannende Kick-Off Veranstaltung genießen.

Gemeinsam mit 60 Teilnehmer:innen blickt die SPD im Heidekreis auf die Geschichte des Zusammenhalts zwischen Nord- und Südkreis.

Zum vergangenen Samstag haben die SozialdemokratInnen im Heidekreis zu ihrer ersten hybriden Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Heidekreis-Dialog“ eingeladen. Ziel der Veranstaltungsreihe sei es „gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern des Heidekreises den Nord-Süd-Konflikt im Heidekreis aufzuarbeiten, Vertrauen zu stärken, tiefe Gräben zu überwinden über die Zukunft des Heidekreises zu sprechen“ – so die beiden Vorsitzenden der SPD im Heidekreis Aynur Colpan und Sebastian Zinke. Zu der Veranstaltung am Samstag erschienen als besondere Gäste Dr. Wolfgang Brandes vom Stadtarchiv Bad Fallingbostel sowie Dr. Arno Brandt, um die vergangenen Jahrzehnte des Landkreises historisch und wirtschaftlich einzuordnen. Darüber hinaus war der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil ebenfalls anwesend.

Zu Beginn der Veranstaltung machte Aynur Colpan auf die bisherige Arbeit ihrer Partei aufmerksam, mit der die SPD vor Ort bereits versucht, zur gemeinsamen Identität im Heidekreis hinzuarbeiten. Um ein erstes Meinungsbild einzufangen, hat die SPD mit einer großen Aktion 62.000 Postkarten an Haushalte im Heidekreis verteilt. Viele Menschen hätten diese Möglichkeit genutzt, mit der Landkreis-Politik in den Austausch zu kommen.

Der regionale Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil verwies in seinem Impulsvortrag auf den Zukunftskongress der SPD im Heidekreis, der vor einigen Jahren noch unter seiner Parteiführung durchgeführt wurde und sich bereits mit den Fragen der heutigen Zeit in der Region auseinandergesetzt hat. Klingbeil wies während seines Vortrags immer wieder darauf hin, dass man den Landkreis gemeinsam denken und verstehen müsse. Insbesondere mit Blick auf die umliegenden Metropolregionen Bremen, Hamburg und Hannover machte Klingbeil deutlich: „Wir sind kein Anhängsel anderer Städte, wir sind eine eigenständige und starke Region“. Weiter berichtet Klingbeil noch von bisherigen Beispielen kreisweiter Zusammenarbeit wie beispielsweise die Sicherung des Dethlinger Teiches in Munster, dem Abzug der Briten aus Bad Fallingbostel oder dem Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis.

Der SPD Vorsitzende im Heidekreis und Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke verwies in diesem Zusammenhang auch auf die überparteiliche Zusammenarbeit mit Blick auf die aktuelle Aufstellung eines parteiübergreifend gemeinsamen Landratskandidaten, Jens Grote. Der Präsident der niedersächsischen Aufnahmebehörde und Landratskandidat Grote unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit eine gemeinsame Identität des Landkreises zu gründen und zu formen.

Dr. Wolfgang Brandes erläuterte in einem Referat die Geschichte der Region des Landkreises von der Zeit des 30 jährigen Krieges bis in die Neuzeit. Deutlich wurde bei diesem Vortrag, dass in der Geschichte vor Ort die Standortfrage eines Verwaltungssitzes immer auch eine wichtige und emotionale Rolle gespielt hatte. Im anschließenden Vortrag von Arno Brandt zur Datenerhebung des Landesamtes der Statistik in Niedersachsen wird deutlich, dass strukturell die Kommunen und Gemeinden im Landkreis statistisch und im Vergleich mit anderen Regionen stark sind. Insbesondere der Standort Soltau ist statistisch betrachtet mit Abstand die stärkste Region im Landkreis. Kreisweit steigen die wirtschaftlichen Zuwächse laut Brandts Vortrag und den erhobenen Daten stark an. Zum Ende des Vortrages appellierte Brandt noch daran, im Landkreis über verschiedene Branchen nachzudenken, die sich im Landkreis ansiedeln könnten. Viele BürgermeisterInnen in der Runde stimmten Brandts Erhebungen zu und verwiesen auf aktuell sich entwickelnde Faktoren wie der neuerschlossenen Fläche für Industrie- und Gewerbe in Bad Fallingbostel.

Zum Ende des ersten Heidekreis-Dialogs der SPD lobten einige Teilnehmer die Möglichkeit des Austausches. Sebastian Zinke appellierte in diesem Rahmen an alle Teilnehmer das Ziel „eine gemeinsame Identität als Landkreises zu stärken“. Co-Vorsitzende Aynur Colpan pflichtete hierzu bei: „Wir müssen gemeinsam als Region an einem Strang ziehen“. Der Tenor der Fachexperten aus der Runde sowie zahlreicher Gäste wurde deutlich: Ohne eine gemeinsame Identität werde eine gemeinsame Zukunft und Zusammenarbeit im Heidekreis schwierig.

 

Abschließend wird auf die nächsten Veranstaltungen des Heidekreises und Kontaktmöglichkeiten hingewiesen. Die nächsten hybriden Veranstaltungen des Heidekreis-Dialogs werden am 13. April in Bispingen zum Thema Mobilität im ländlichen Raum und am 20. April in Schwarmstedt zum Thema Wohnen und Arbeiten sein. Wer bei diesen und weiteren Veranstaltungen dabei sein möchte, kann sich per E-Mail an dialog@nullspd-heidekreis.de anmelden.

Wer den Auftakt des Heidekreis-Dialoges nachverfolgen will, kann dies über die Social-Media-Kanälen der SPD Heidekreis machen sowie über Youtube (SPD Heidkreis) die Beiträge nachverfolgen.