Impfungen werden weiterhin vorangetrieben – Unnötige Panikmache im Landkreis aber nicht angebracht.

Bild: Krafft

Nachdem bereits gleich zum Wochenanfang verschiedene Berichte über einen „Impftourismus“ im Heidekreis in den Medien kursierten, gingen unmittelbar zahlreiche Anfragen von verunsicherten Mitbürgerinnen und Mitbürgern beim hiesigen Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke ein. Angesichts der schon seit Tagen bekannten Knappheit von Impstoffen, kamen nunmehr auch Äußerungen des Landkreises hinzu, dass die Kapazitäten zusätzlich von Menschen außerhalb des Heidekreises unnötig strapaziert würden. Der Abgeordnete informierte sich daher unverzüglich bei der Staatskanzlei und dem Niedersächsischen Sozialministerium über den Sachverhalt.

Insbesondere in diesen fordernden Zeiten, so Zinke, ist es unrühmlich den Einwohnerinnen und Einwohnern im Heidekreis den Eindruck zu vermitteln sie würden nicht die notwendigen Impfstoffe erhalten. Vielmehr sei es so, dass das Land keine genauen Angaben zu den Lieferungen machen kann, da von Bundesebene keine zuverlässige Aussage gemacht werde. Sobald verlässliche Lieferkapazitäten bekannt sind, werden sämtliche Impfzentren im Land informiert und die dortigen Wartelisten und Anmeldungen können entsprechend weiterbearbeitet werden.

Nachdem in Niedersachsen am ersten Tag der Terminvergabe rund 8,9 Millionen Anrufversuche registriert wurden, waren es am vergangenen Freitag bis 11:30 Uhr bereits wieder rund 2 Millionen. So wurden bis dahin Termine in Impfzentren vergeben, die noch entsprechende Impfdosen zur Verfügung hatten. Angesichts der derzeitigen Knappheit des Impfstoffs, wird seit diesem Montag die Wahl des Impfzentrums aber auf das Impfzentrum des jeweiligen Landkreises/der jeweiligen kreisfreien Stadt beschränkt, berichtet Sebastian Zinke, so hatte dies bereits am vergangenen Freitag das Sozialministerium öffentlich mitgeteilt.

Zusätzlich weist Zinke darauf hin, dass die bereits am Donnerstag oder Freitag in anderen als dem Impfzentrum des jeweiligen Landkreises oder der jeweiligen kreisfreien Stadt vereinbarten Termine bestehen bleiben. Zusätzlich werden im Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de Wartelisten bereitgestellt.

„Die emotionalen und teils sehr aufbrausenden Rückmeldungen aus der Bevölkerung kann ich absolut nachvollziehen“, berichtet Zinke von seinen Gesprächen, „dass die Darstellungen des Landkreises  zusätzlich unnötige Verunsicherung hervorrufen, sehe ich als hoch fahrlässig an. Insbesondere da die Informationen auch beim Landkreis seit letzter Woche vorgelegen haben müssten.“

Für Zinke ist klar, dass die beteiligten Institutionen im Heidekreis hervorragende Leistungen beim Aufbau der Impfzentren geleistet haben und für den Betrieb bestens gerüstet sind. Lediglich das Bundesgesundheitsministerium hat nach seiner Meinung mit deutlich mehr Nachdruck seinen Verpflichtungen nachzukommen.