Das „Sofortausstattungsprogramm“ für mobile Endgeräte kommt an – über 760.000 Euro kommen in den Heidekreis

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Im Juli hatten die Bundesregierung und die Länder beschlossen, 500 Millionen Euro für die Anschaffung mobiler digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ohne Gerät bereitzustellen. Nun kommen laut Angaben vom Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke rund 760.919,00 Euro in den Heidekreis, weitere Mittel sollen folgen.

„Mit der Veröffentlichung der entsprechenden Zuwendungsrichtlinien im Juli, hatten zahlreiche Schulen und Schulträger im Heidekreis die Mittel beantragt, nun, nur zwei Monate später, kommen die Gelder in die Auszahlung“ ist Zinke sichtlich erfreut über die zügige Abwicklung, „jetzt können die Schulträger die schulgebundenen mobilen Endgeräte anschaffen.“

Das „Sofortausstattungsprogramm“ für mobile Endgeräte ist eine Ergänzung zum DigitalPakt Schule 2019 bis 2024. Die Finanzmittel wurden nach Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt. Niedersachsen erhielt danach rund 47 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Eigenanteil von 10 Prozent. Dieser Anteil beträgt für das Land rund 4,7 Millionen Euro, so dass für Investitionsmaßnahmen in Niedersachsen ein Gesamtfördervolumen in Höhe von rund 52 Millionen Euro zur Verfügung stand.

Förderfähig waren laut Zinke alle entsprechenden Anschaffungen, die frühestens seit Beginn der Schulschließungen am 16. März 2020 und die spätestens bis zum 31.12.2020 durchgeführt werden. Die Antragstellung war bis zum 31.8.2020 möglich. Zu den bisher bestätigten Zuwendungen, werden noch weitere Mittel in den Heidekreis folgen, teilt Zinke nach Rücksprache mit dem Kultusministerium mit, diese seien noch in der Bearbeitung und werden zeitnah zugewiesen.

Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil ergänzt: „Vor allem in der Corona-Krise zeigt sich, wo wir einen Nachholbedarf beim digitalen Lernen haben. Diese Defizite gehen wir deshalb jetzt schnell an. Bei dem Sofortprogramm war es uns wichtig, die Fördermittel für Schulen ganz unbürokratisch zur Verfügung zu stellen. Klar ist für mich aber auch: Damit darf nun nicht Schluss sein. Ich werde mich auch weiterhin für die Digitalisierung unserer Schulen und Fördergelder für unsere Region stark machen.“

„Bund und Land haben nun kurzfristig geliefert. Wir gehen nun davon aus, dass die Schulträger ebenso schnell die entsprechenden Geräte anschaffen können. Wir sorgen damit dafür, dass kein Kind und kein Jugendlicher abgehängt wird. Das ist ein wichtiger Schritt hin zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte und zu mehr Bildungsgerechtigkeit im Heidekreis“, betont Zinke, der ebenfalls Vorsitzender der SPD Kreistagsfraktion im Heidekreis ist.