SPD fordert genauere Analyse des Modellprojektes Gesundheit

Das Modellprojekt „Gesundheitsregion“ ist nach zwei Jahren Laufzeit fast abgeschlossen und der Kreistag wird sich demnächst mit der Entscheidung zu befassen haben, wie es nach dem Auslaufen der Projektfinanzierung weitergehen soll. Soll der Landkreis Heidekreis eventuell in eine Finanzierung zumindest einzelner Projekte einsteigen?

„Da sollten wir zunächst einmal schauen, welche Erfolge das Modellprojekt für den Heidekreis gebracht hat“, erklärt Karin Fedderke, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Auf ihre Anregung hin hat sich die SPD-Kreistagsfraktion mit einer Anfrage an den Landrat gewandt. „Nur nach einer genauen Analyse können wir entscheiden, ob und wie es weitergehen soll.“

Der Fragenkatalog der SPD umfasst 14 Fragen und möchte klären, wie das Budget in Höhe von 300.000 Euro auf Projekte und Regionen verteilt wurde und in welcher Höhe Sachkosten und Honorare angefallen sind. Primär geht es aber um die Bewertung des möglichen Projekterfolges, wie Anwerbung von Hausärzten für die Region und von Studierenden, die ihr praktisches Jahr im Heidekreis-Klinikum absolvieren. Erfahren möchte die Kreistags-SPD auch, wie sich die gerontopsychiatrische, pneumologische und rheumatologische Versorgung im Heidekreis vor Projektbeginn dargestellt hat und ob bzw. welche Verbesserungen nach Projektabschluss zu verzeichnen sind. Vernetzung zwischen Seniorenheimen und Ärzten, Einbeziehung des Heidekreis-Klinikums und der ambulanten Dienste – hat es hier Verbesserungen gegeben?

„Für uns ist auch die Frage wichtig, welche Anstöße durch das Projekt gegeben wurden und welche Institutionen Projektanstöße eigenverantwortlich weiterführen könnten“, ergänzte der Fraktionsvorsitzende Dieter Möhrmann. „Muss alles in Landkreishand bleiben? Welche Projekte sind es überhaupt wert, fortgeführt zu werden? Der Beantwortung dieser Fragen wollen wir mit unserer Anfrage ein Stück näher kommen.“