Amerika-Linie doch für Bundesverkehrswegeplan gemeldet – Möhrmann bemängelt Meldung nur für „weiteren Bedarf“

Irritationen gab es nach der ersten Präsentation der Vorschläge des Landes Niedersachsen für den Bundesverkehrswegeplan 2015, Teil Schiene. Dort schien der Vorschlag für den Ausbau der Amerika-Linie zwischen Langwedel und Stendal nur den Abschnitt zwischen Uelzen und Stendal zu beinhalten.

Da sich der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Möhrmann gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil intensiv für den Ausbau dieser Schienenverbindung eingesetzt hatte, hakte Möhrmann, auch im Einvernehmen mit der Landtagskandidatin Cornelia Baden, bei Jörg Bode, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr nach.

Es werde vom Land Niedersachsen der Ausbau des Abschnitts Visselhövede – Uelzen für den Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen, so Minister Bode in einem Schreiben an Möhrmann. Der Abschnitt Visselhövede – Langwedel solle im Verfahren der Y-Trasse nach den Vorstellungen des Landes ausgebaut werden. Falls der Bund sich für eine alternative Lösung zur Y-Trasse entscheiden sollte, sei entsprechend die gesamte Strecke Langwedel- Uelzen zu betrachten. Minister Bode bezeichnete die Amerika-Linie als ein Herzstück bei den Planungen des Landes.

Beim Blick in die geplanten Meldelisten des Landes Niedersachsens bemängelt Dieter Möhrmann allerdings die Meldung der Amerika-Linie nur für ein Projekt des weiteren Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan. „Diese Strecke gehört demnach nicht zu den Zielmaßnahmen. Außerdem ist für die Strecke Uelzen – Stendal eine Zweigleisigkeit genannt, für den Bereich Langwedel – Uelzen jedoch nur ein Ausblick auf eine Zweigleisigkeit. Dabei waren wir mit der Amerika-Linie bereits viel weiter vorn, nämlich im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Wenn die Amerika-Linie wirklich ein ‚Herzstück‘ bei den Planungen des Landes darstellt, sollte das Regierungskabinett auch Farbe bekennen und auf eine entsprechende Einstufung im Bundesverkehrswegeplan drängen“, fordert Möhrmann.