Stabil auch nach der Reform – Klingbeil besucht Munitionsdepot Beetenbrück

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich vor kurzem vor Ort über die Situation im Munitionsdepot Beetenbrück bei Walsrode informiert.

Leutnant Berner mit Lars Klingbeil und Michael Lebid beim Rundgang durch das Munitionslager
Christof Theunissen, Berner und Klingbeil beim Rundgang durch das Munitionslager

„Es ist gut, dass der Standort im Zuge der Bundeswehrreform gesichert werden konnte. Beetenbrück hat viele gute Argumente auf seiner Seite. Dazu gehört die Nähe zu den Truppenübungsplätzen, aber vor allem auch das hochqualifizierte Personal am Standort. Der Munitionslager ist zudem der umsatzstärkste Regionalversorger für Munition in der Bundeswehr – all das spricht für die Sicherheit des Lagers“, sagte Klingbeil am Rande des Besuchs.

Der 34-Jährige Wahlkreisabgeordnete besichtigte gemeinsam mit dem SPD-Landtagskandidaten Michael Lebid das weiträumige Gelände des Lagers und sprach im Anschluss daran mit Depot-Leiter Christof Theunissen, Fregattenkapitän Thomas Schulz und Personalrat Homann über die aktuelle Situation und konkrete Herausforderungen. Im Zuge der Reform wird das Walsroder Munitionslager ab 2017 dem Munitionsversorgungszentrum Ost im sächsischen Schneeberg zugeordnet. Die Unterstellung unter das über 400 km entfernte Depot, stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. „Es muss hier eine pragmatische Lösung geben, damit die Mitarbeiter-Vertreter weiter ihrer Arbeit nachgehen können“, so Klingbeil. Deutlich wurde auch der Bedarf an zusätzlichen Dienstposten am Standort Beetenbrück. Die in Übungseinsätzen der Truppe benutzte Munition müsse stets wieder geprüft und gereinigt werden. Der Rücklauf ist dabei so groß, dass inzwischen ein Stau bei der Überprüfung entstanden ist. „Zusätzliche Dienstposten sind hier sehr sinnvoll, um die anfallenden Aufgaben zur Prüfung der benutzten Munition abarbeiten zu können. Durch die Verwertung von beschädigter oder leerer Munitionshülsen können zudem auch Einnahmen erzielt werden. Die Arbeitsplätze könnten sich so selbst finanzieren“, zeigte Klingbeil auf. Der SPD-Abgeordnete, der auch Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags ist, kündigte an, hierzu das Gespräch mit dem Verteidigungsministerium zu suchen. Wichtig sei auch, dass die Ausbildung im Bereich des Munitionsfachpersonals intensiviert wird. „Wir brauchen hier auch in der Zukunft gut qualifiziertes Personal. Der hohe Altersdurchschnitt zeigt, dass wir hier bald handeln müssen, um Know-How in der Bundeswehr zu halten“, machte Klingbeil deutlich. Theunissen, Klingbeil und Lebid kündigten an, weiter im Gespräch über die zukünftige Entwicklung des Standorts zu bleiben.