Klingbeil unterstützt Ortschaften für Lärmschutz an der A7 – Erneut kritische Nachfragen an das Verkehrsministerium

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich erneut an das Bundesverkehrsministerium gewandt, um die Ortschaften Bockhorn, Krelingen und Westenholz in ihren Bemühungen für Lärmschutz an der A7 zu unterstützen. Der 34-Jährige hatte sich in der Vorwoche auch bei einem vor-Ort-Termin mit den Ortsvorstehern Ulrich Voss, Karl-Heinz Freitag und Klaus Gärtner über die Situation informiert und einen gemeinsamen Fragenkatalog erarbeitet.

Von links: Klaus Gärtner (Westenholz), Karl-Heinz Freitag (Krelingen), Ulrich Voß (Bockhorn) und Lars Klingbeil während des Termins an der A7 in der vergangenen Woche.

Im Zuge des geplanten sechsspurigen Ausbaus der A7 wird nach Aussage der Ortsvorsteher nach derzeitiger Planung fast vollständig auf Lärmschutzmaßnahmen verzichtet.

„Große Infrastrukturprojekte, wie der wichtige Ausbau der A7 sind heute nur im größtmöglichen Einklang mit den Betroffenen zu realisieren. Diese Maßgabe muss für alle politischen Entscheidungsträger gelten. Die Belastung durch Lärm ist dabei für viele Anwohner eine der zentralen Belastungen. Deshalb ist es wichtig im Zuge des A7-Ausbaus die realen Belastungen zu ermitteln. Es geht mir darum, dass die Planungsbehörden die Bedenken vor Ort ernst nehmen“, machte Klingbeil deutlich. Der SPD-Abgeordnete hatte sich bereits in der Vergangenheit wiederholt an Verkehrsminister Ramsauer gewandt, um den Planungsstand des A7-Ausbaus zu erfragen und auf die Notwendigkeit von Lärmschutz an der Trasse hinzuweisen. Klingbeil wendet sich jetzt erneut mit einem detaillierten Fragenkatalog an das Ministerium. Dabei will der Munsteraner unter anderem Informationen über den Umfang der angekündigten passiven Lärmschutzmaßnahmen in der Ortschaft Krelingen erfragen. Auch Details zu den Immissions-Berechnungen und der Ermittlung von Grenzwerten sind Bestandteil des Fragenkatalogs. „Außerdem müssen wir uns mit dem Phänomen des additiven Lärms beschäftigen. Viele Betroffene sind durch mehrere Lärmquellen belastet, wie hier durch A7, A27 oder die Truppenübungsplätze. Bisher wird diesem Umstand gesetzlich nicht Rechnung getragen, sondern jede Lärmquelle einzeln bewertet. Hier muss es zu einem Umdenken kommen“, forderte Klingbeil , der in den kommenden Wochen im engen Kontakt mit den Ortsvorstehern weiter aktiv bleiben will.