Milchpreise und Zukunft der Landwirtschaft – Bund deutscher Milchviehhalter informiert sich über Landwirtschaftsprogramm der SPD

Milchstreik, Demos vor Molkereien und breit angelegte Informationskampagnen über faire Milchpreise sind neben der häuslichen Landwirtschaft inzwischen Aufgabe der Milchviehhalter. Seit 1996 haben sie sich in einem Bund zusammengefunden, um ihre Interessen innerhalb der Landwirtschaft zu vertreten. Sie verfolgen dabei den Grundsatz, dass jeder Verbandsvertreter gleichzeitig auch aktiver Milchviehhalter sein muss.

Herrmann Rosebrock, Teamleiter des Bundes deutscher Milchviehhalter im Heidekreis; Landtagskandidatin Cornelia Baden, Andreas Gehrke-Meinerd und Jürgen Renken

„So stellen wir sicher, dass alle, die für uns sprechen, auch wissen wie die Bedingungen des einzelnen Landwirtes sind“, erklärten im Gespräch mit der SPD-Landtagskandidatin Cornelia Baden die Milchviehhalter Hermann Rosebrock, Andreas Gehrke-Meinerd und Jürgen Renken. „Wir wollen nicht vertreten werden von denjenigen, die von Miete und Pacht leben und sich ausschließlich der Lobbyarbeit widmen“, stellte Rosebrock heraus.

Mit der SPD-Landtagskandidatin gingen sie in den Dialog über faire Preise. 40 Cent müssten es sein für einen Liter Milch, informierten die Landwirte. Conni Baden brachte das Thema sozial gerechtes Leben auf dem Dorf in die Debatte ein: „Wollen die Bürgerinnen und Bürger die landwirtschaftliche Veränderung zur Energiewirtschaft? Wie müssen sich Landwirte positionieren?“ Ein weiter so im Strudel von Subventionen und Zuwendungen könne es nicht sein, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Neue Pflanzen, gerechte Verteilungen von Land und ein bewusstes Verbraucherverhalten seien notwendig für eine stabile und sozial verträgliche Landwirtschaft.