Status quo nicht zu ertragen – Klingbeil und Baden informieren sich am Bahnhof Soltau

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich erneut in die Debatte um den barrierefreien Zugang zum Bahnhof Soltau eingeschaltet. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf, der SPD-Landtagskandidatin Conni Baden und Vertretern der SPD-Soltau ließ sich der 34-Jährige über den Verlauf der aktuellen Gespräche mit der Deutschen Bahn und die neusten Erkenntnisse informieren.

Von links: Harald Garbers, Klaus Pitschmann, Conni Baden, Lars Klingbeil, Wilhelm Ruhkopf, Bernd Ingendahl

„Ich habe großes Verständnis für die Frustration auf Seiten der Stadt und der verschiedenen Akteure in Soltau. Dass Menschen mit Behinderung an diesem Bahnhof so klar benachteiligt werden, ist ein in unserer Gesellschaft nicht zu ertragender Zustand. Gerade Soltau mit seinen touristischen Angeboten und der Reha-Klinik braucht einen barrierefreien Zugang zum zentralen Bahnhof. Ich hoffe, dass die Bahn rechtzeitig reagiert und die Angelegenheit sachlich löst ehe es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt“, sagte Klingbeil.

Die Bahn verweist darauf, dass die Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit erst im Rahmen des Streckenausbaus Soltau-Walsrode vorgenommen werden sollen. Die Befürchtung, dass diese erst im Jahre 2016 oder noch später fertiggestellt werden könnte, hat die Stadt Soltau und weitere Akteure der Stadt veranlasst über einen Klageweg nachzudenken. Klingbeil wird sich nun an den Konzernbevollmächtigten der Bahn Ulrich Bischoping wenden, um auch von bundespolitischer Seite erneut deutlich auf den Missstand hinzuweisen. „Bei allem Verständnis für die finanziellen Zwänge der Bahn. Wir können uns nicht erlauben Menschen mit Behinderung von der gesellschaftlichen Teilhabe auszuschließen. Und dort gehört Mobilität gerade im ländlichen Raum an erster Stelle dazu. Auch der Verweis auf den barrierefreien Bahnhof Soltau Nord hilft da nicht weiter, da auch von dort der Zugang zur Stadt nur erschwert möglich ist“, machte Klingbeil deutlich.